Wo das Weinland auf die Serengeti trifft - Jack & Jackie

Wo das Weinland auf die Serengeti trifft

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Mitten im Nowhere-Land im Sonoma County steht plötzlich ein kleines Schild: Safari West. Das Ziel ist erreicht, das Abenteuer Safari kann beginnen. Das Einchecken ist unproblematisch – Zelt 5 ist für uns vorbereitet. Im Jeep werden wir samt Gepäck zu unserem tent gefahren. Diese Zelte (insgesamt 31 Stück) stammen aus Afrika, sie sind auf hohen Plattformen aus Holz gebaut und haben eine wunderbare Aussicht. Dieses Zelt ist nichts für einen einfachen Zeltplatz. Polierte Holzböden, ein Kingsize-Bett und ein großes Stockbett._igp0024

Von unserer Veranda der Blick auf Antilopen und Giraffen. Aber das Ganze ist auch ein Ohrenschmaus. Die vielen unbekannten Geräusche. Vögel, Affen, Flamingos und die ganzen anderen schillernden Tiere…, die in den Baumkronen neben uns flitzen. Wildlife lässt grüßen.

 

Beim Aufenthalt in Safari West sind einige Regeln einzuhalten, die unser Fahrer uns auch gleich mit auf den Weg gibt:

 

(1) Tragen der Kopflampen zum Abendessen – es wird höchstwahrscheinlich auf dem Rückweg dunkel sein.

 

(2) Damit es im Zelt gemütlich bleibt, die Fensterklappen schließen, bevor es kalt wird, und die Tür zum Badezimmer – dieses hat ein offenes Fliegengitter an der Decke – während der Nacht geschlossen halten.

 

(3) Wenn es richtig kalt wird, das schien uns unwahrscheinlich, könnten wir unsere elektrische Raumheizung aktivieren und „jedes Bett hat eine Heizdecke.” Was sich in der Nacht tatsächlich als wärmendes Erlebnis herausstellte.

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Wir waren ein wenig spät und darum ging es  gleich zum Barbecue was im September bereits ab 5.30 p.m. im Savannah Grill serviert wird. Viele kleine Appetizer, Salate, dazu Gemüsebeilagen und gegrilltes Huhn. Zur Begrüßung erhielten wir einen Cabernet Sauvignon von Francis Ford Coppola, ja genau, dem Regisseur von „Der Pate“, der länger Weine als Filme machte. Und hier beginnt auch irgendwie die Geschichte zu Safari West. Denn Peter Lang, Sohn des Filmproduzenten Otto Lang, erfüllte sich vor 20 Jahren mit der Safari West einen Traum. Sein Vater hatte berühmte Tierfilme, darunter „Daktari“ gedreht und so waren die wilden Tiere Sohn Peter schon immer ganz nahe. Der schielende Löwe Clarence war sogar das Haustier der Langs. Mit Ehefrau Nancy, Gründerin des Avian Conservation Center im San Francisco Zoo, kaufte Peter die ehemalige winery bei Santa Rosa und schuf ein wenig Afrika in Perfektion. Im Jahr 2010 bekam Safari West die volle Anerkennung als amerikanischer Zoo – einer von nur sechs privaten Einrichtungen in Nordamerika. Die Mission von Peter und Nancy Lang ist der Schutz von Wildtieren, die Zucht, die Ausbildung und die Forschung.

Rund 60.000 Besucher hat Safari West jährlich, viele junge Menschen machen hier Praktikum, sind Volunteer – und wollen später gar nicht mehr weg, wie Nate, der Finance studiert hatte, eigentlich nur bei Safari West reinschnuppern wollte und nun seit zwei Jahren die Jeep-Safaris durchführt.

 

Nach dem Barbecue wird es dann tatsächlich schnell dunkel. Wir laufen ein wenig durch das Safari West Village schauen auf die Flamingos, Lemuren, Geparden und andere Tiere, die dort wohnen. Warm und wohlig war es in meinem Bett – ich träumte und wurde dann zu früher Stunde durch die vielen fremden Geräusche geweckt – wer mich weckte, das weiß ich nicht. Die wilden Hunde? Die Lemuren oder die Primaten? Vielleicht war es auch das Zirpen einiger Grillen oder die Papageien.

 

So ging es am Morgen zeitig aus den Betten, das Frühstück wurde ebenfalls im Savannah Grill (im Preis bei Übernachtung enthalten) serviert, bevor unsere zwei-stündige Doppeldecker-Jeep-Safari begann.

 

Die Gäste werden auf die Jeeps verteilt. Die Tour geht in eine von mehreren großen abgezäunten Bereichen. Der Fahrer springt heraus, öffnet das Tor, fährt durch, dann schließt er es – immer die Tiere im Blick, damit keines entwischen kann.dsc02372

Die Tour stoppt 50 Meter vor einigen Kap-Büffeln, die unter Bäumen Schatten suchen. Dann geht es weiter zu den Zebras, den Antilopen, einem weißen Rhinozoros und Giraffen. Viele von ihnen haben Babys – eine außerordentliche Attraktion im felsigen Hügelland von Sonoma. Streicheln und füttern verboten – doch eine Giraffe kommt so nah zum Jeep, dass sie einen Amerikaner, der oben im Wagen sitzt, küsst. Die zwei Stunden sind schnell vorbei. Noch ein Blick nach hinten und schon sind wir wieder im Village. Hier folgt noch eine Führung durch eine Art von Zoo, in dem nochmals zahlreiche Tiere, darunter Affen, die großen Spaß daran hatten, sich im Spiegel zu betrachten, exotische Vögel und wilde Hunde zu sehen sind.

 

Dank an Safari West für die Einladung. Mehr Informationen über Safari West geführte Safari-Touren, Übernachtungen: http://www.safariwest.com/

 

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